Weine im Verkauf: Loiretal

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Loire

Das Loire-Tal oder auf Französisch Val de Loire; genannt, ist eine der weitläufigsten Weinbauregionen Frankreichs, denn die Weinberge erstrecken sich über 1.000 km, vom Zentralmassiv bis nach Nantes. Die 70.000 Hektar Anbaufläche, von denen 52.000 als AOC klassifiziert sind, erstrecken sich über die folgenden 15 Departements: Loire-Atlantique (44), Vente (85), Maine-et-Loire (49), Deux-Sè vres (79), Vienne (86), Indre (36), Indre-et-Loire (37), Sarthe (72), Loire-et-Cher (41), Loiret (45), Cher (18), Nièvre (58), Allier (03), Puy-de-Dome (63), und Loire (42).

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Das Weinbaugebiet Loire

Die Weinbaukultur im Loire-Tal ist zwar nicht jung, aber erst seit Anfang des 20. Jahrhunderts hat sie in Frankreich und im Ausland, insbesondere im Vereinigten Königreich, einen echten Aufschwung erlebt. Ihre Ursprünge reichen jedoch viel weiter zurück, bis weit vor die römische Eroberung, wie mehrere in Chalon-sur-Saône und Angers gefundene Amphoren belegen

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Erst etwas später begann Kaiser Probus im großen Stil, Reben in Gallien zu kultivieren... Leider wurde der Weinanbau durch die Invasion der Barbaren (vom lateinischen barbarus= "fremd") bedroht und dann durch die Ausbreitung des Christentums gerettet. Der Klerus setzte sich für die Erhaltung der Rebstöcke ein, da er sie für den Messwein beim Abendmahl benötigte, bei dem der Wein durch das Phänomen der Transsubstantiation in das Blut Christi gewandelt wird. Während des Mittelalters und der Renaissance gewann das Anbaugebiet stark an Bekanntheit. Bereits 1199 gab es Weine aus dem Anjou in Nordfrankreich, auf dem Mont Saint-Michel und in England, wohin sie vom Bruder von Richard Löwenherz, Johann Ohneland, importiert wurden. Der kurz darauf errichtete Hafen von La Rochelle erwies sich als bedeutende Handelsachse und ermöglichte die Verbreitung der regionalen Weine vor allem in Belgien (insbesondere in Flandern). Im Laufe der Jahre intensivierte sich der Weinbau rund um heilige Stätten wie Kathedralen und natürlich Abteien. Es gibt Belege dafür, dass Cabernet Franc, die heutige emblematische Rebsorte, bereits im 13.Jahrhundert kultiviert wurde, damals unter den Namen "Breton" oder "Bordeaux". Machen wir einen Sprung in die Renaissance, das goldenen Zeitalter des Humanismus und der großen Entdeckungen... und der Weine von der Loire. Dieser Erfolg wurde durch die Allianz zwischen Frankreich und der Bretagne ermöglicht – eine Beziehung, die den Handel dauerhaft sicherte – sowie durch den Tod von Heinrich II. (Ehemann von Caterina de’ Medici, Geliebter von Diane de Poitiers und Vater von Heinrich III., der während der Religionskriege regierte), der durch einen Unfall während eines Turniers verstarb. Dieser besiegelte den Frieden mit dem mächtigen Karl V., dem Kaiser des Heiligen Römischen Reiches, König von Spanien, König von Neapel, Sizilien und Jerusalem und Herzog von Burgund, was noch mehr Türen öffnete. Nicht zu vergessen ist auch der Einfluss des humanistischen Schriftstellers Rabelais, der aus Chinon stammte und in seinen Werken wie Pantagruel und Gargantua die Weine seiner Region würdigte. Das 17. Jahrhundert gilt dank der Arbeit der Niederländer als eine Zeit der Innovation. Diese waren seit dem Ende des vorherigen Jahrhunderts unabhängig und beherrschten in kürzester Zeit den Seehandel. Der Weinhandel lenkte ihre Aufmerksamkeit sehr schnell auf die besten Methoden zur Aufbewahrung von Wein. Sie schätzten diese Getränke so sehr, dass sie die Techniken der Weinherstellung durch Botrytis auch in ihrem Kontor in Nantes einführten. So wurden an den Hängen von Aubance und Layon Süß- und Likörweine erzeugt. Die Nektare aus Chenin inspirierten sie so sehr, dass sie dieselbe Rebsorte und die gleichen Vinifikationstechniken mitbrachten, als sie Südafrika kolonisierten. Obwohl das Loire-Tal aufgrund seiner geografischen Lage ein idealer Weinlieferant für die Hauptstadt hätte sein können, wurde die Weinproduktion im 18. und 19. Jahrhundert leider nicht effizient betrieben. Die Jahre um 1700 waren geprägt von schlechten Jahrgängen (1708 und 1709), die die Reserven erschöpften, sowie der Französischen Revolution und dem Aufstand der Vendée, wobei es sich um einen nationalen Völkermord in der Gegend um Nantes und Angers handelte. In den 1800er Jahren bestand der klare Wunsch, die Weinberge mit besserer Qualität neu zu bepflanzen. Dabei rechnete man natürlich nicht mit der Reblaus, einer Krankheit, die die Rebstöcke zerstörte und die Winzer zwang, die Rebfläche später mithilfe amerikanischer Unterlagsreben neu zu bepflanzen. Nur mit Mühe konnte sich die Weinproduktion an der Loire wieder erholen, das Gebiet erhielt ab 1936 den Status einer AOC. Dies betraf die Anbaugebiete Sancerre, Quincy, Vouvray und Muscadet und später auch Anjou und Saumur. Im Jahr 2000 wurde die Region schließlich zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt, da ihre Weine in einer besonderen Landschaft mit architektonisch einzigartigen Châteaux erzeugt werden und sich wunderbar mit schmackhaften und traditionellen Gerichten kombinieren lassen. Und das heutige Loire-Tal? Heute umfasst die Region rund sechzig Appellationen, die sich nach und nach in die Richtung einer Qualitätserneuerung bewegen. Die Erträge sind gesunken, die Vinifikation wird sorgfältiger durchgeführt und der Ausbau hat sich verbessert. Diese Revolution wurde größtenteils von einer jungen Winzer-Generation angeführt, die besser ausgebildet ist als ihre älteren Kollegen und an den gesunden Menschenverstand appelliert, der in den 1970er Jahren durch den Einsatz chemischer Produkte, Insektizide und Fungizide zurückgedrängt wurde. Dank ihrer Erfahrungen auf verschiedenen Weingütern unterschiedlicher Regionen und Länder gehen die jungen Winzer jeden Jahrgang anders an. Dies wird immer relevanter, wenn wir eine Tatsache berücksichtigen, die nicht ignoriert werden kann: die Klimakrise. Vor allem seit dem Hitzesommer 2003 ist die Klimaerwärmung ein wichtiges Thema, das die Weinbauern dazu veranlasst, ihre Arbeit in Frage zu stellen und ihre Anbau- und Vinifikationsmethoden anzupassen, um die für die Weine der nördlichen Region so wichtige Säure zu bewahren. Sollte man also irgendwann eine Änderung des Rebsortenbestands in Betracht ziehen? Vielleicht. Studien haben gezeigt, dass in so heißen Jahren wie 2003 südländische Rebsorten wie Grenache Noir in bestimmten Appellationen wunderbar gedeihen würden. Aber wäre das die richtige Lösung? Man darf auch nicht vergessen, dass es darum geht, die Identität der Terroirs nicht zu verfälschen und die Spezifikationen im Lastenheft der Appellationen nicht durcheinanderzubringen.

Die Vielfalt der Weine von der Loire

Das Loire-Tal ist ein Muss für jeden Weinliebhaber, der Vielfalt sucht. 52 % der hier erzeugten Weine sind Weißweine, 26 % Rotweine, 16 % Roséweine, 6 % Schaumweine und der Rest liebliche Weine (weiß und rosé) und Süßweine. Die Loire ist auch die führende Region in der Erzeugung von AOC-Weißweinen und Schaumweinen, abgesehen von der Champagne natürlich. Während einige der Weine am besten in ihrer frühesten Jugend genossen werden, sind andere für eine lange Reifung geeignet. Die Weine werden aus einer Vielzahl von Rebsorten erzeugt, von denen einige die Erzeugung weltweit dominieren. Diese Vielfalt ermöglicht es den Winzern, ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen und den Stil ihrer Weine zu variieren. Es gibt viele weiße Rebsorten in der Region. Die am weitesten verbreiteten sind zweifelsohne Sauvignon Blanc, Chenin Blanc, Chardonnay und Melon de Bourgogne. Diese Liste wird durch Sorten wie Romorantin, Folle Blanche, Chasselas, Arbois (auch Menu Pineau genannt), Grolleau Gris, Saint-Pierre Doré und Sacy (auch Tressalier genannt) ergänzt. Bei den roten Rebsorten sind Cabernet Franc, Pinot Noir und Gamay mit Abstand am weitesten verbreitet. Seltener findet man auch Grauburgunder, Pinot Meunier, Cot, Pineau d'Aunis, Grolleau, Gamay de Bouze und Négrette. Wir werfen einen Blick auf die wichtigsten Sorten:

Sauvignon Blanc

Sauvignon Blanc wird zwar auf der ganzen Welt einschließlich anderer Regionen in Frankreich (z. B. Bordeaux) kultiviert, aber im Loire-Tal kommt die Rebsorte erst richtig zur Geltung, insbesondere in den Weinbergen von Sancerre, Pouilly-Fumé, Mentetou-Salon, Quincy und Reuilly. Diese schwer zu bearbeitende Rebsorte verdient es, auf einem schönen Terroir gepflanzt zu werden, das sie verfeinert und es ihr ermöglicht, ihre Typizität zum Ausdruck zu bringen. Sauvignon Blanc wird sehr selten assembliert, noch seltener im Loire-Tal, da sie oft hohe Erträge bringt (die manchmal für ein weniger intensives Aroma verantwortlich sind) und besonders krankheitsanfällig ist. Das Ziel besteht also darin, das Volumen zu begrenzen, damit die Essenz des Terroirs sowie die charakteristischen pflanzlichen Aromen (Buchsbaum, Johannisbeerknospen) und das immense Reifepotenzial zum Ausdruck kommen können. Die Spannung, Energie und der natürliche Säuregehalt der Rebsorte verleihen dem Wein ein Profil, das ihn zum perfekten Begleiter von Fischgerichten und Ziegenkäse (vorzugsweise von der Loire bzw. aus der Provinz Touraine) macht!

Chenin Blanc

Ein weiterer Star des Loire-Tals ist die Rebsorte Chenin Blanc, die manchmal auch als Pinot (oder Pineau) de la Loire bezeichnet wird. Die ersten Spuren dieser Rebsorte sollen im Anjou gefunden worden sein, wo sie von den Mönchen der Abtei Saint-Maur kultiviert wurde. Chenin Blanc gedeiht besonders gut auf Tuffsteinböden (lokaler Kreidestein, der zum Bau der berühmten Châteaux der Region verwendet wird), die eine frühe Reifung ermöglichen, sodass sowohl trockene Weine als auch liebliche Weine, Süßweine und Schaumweine erzeugt werden können. Die Rebsorte ist besonders widerstandsfähig gegen Krankheiten und besitzt einen natürlichen Säuregehalt, der alle Arten der Vinifikation erlaubt. Außerdem bringt sie Weine mit einem ausgezeichneten Reifepotenzial hervor. Diese Eigenschaften haben Chenin Blanc zu einem guten Ruf unter bedeutenden Appellationen wie Savennières, Jasnières, Vouvray, Montlouis, Anjou und Saumur verholfen. Die Rebsorte zeichnet sich durch ihren aromatischen Geschmack aus, der von gelben Früchten (Äpfel, Quitten), Trockenfrüchten, weißen Blüten und Honig geprägt ist, sowie durch ein perfektes Gleichgewicht zwischen Fülle und Säure.

Chardonnay

Chardonnay ist die unbestrittene Königsrebsorte des Burgunds, hat aber im Mittelalter auch im Loire-Tal ihren Platz gefunden und bringt Weine mit einem eleganten, frischen und fruchtigen Profil hervor. Durch ihre schöne Fülle lassen sie sich gut mit weißem Fleisch oder Fisch kombinieren.

Romorantin

Die Geschichte der Rebsorte Romorantin ist jüngeren Datums. Es war François I., der 1519 beschloss, sie im Herzen der gleichnamigen Gemeinde zu kultivieren. Da sie recht unregelmäßig reift und anfällig für Grauschimmel ist, wird sie nur auf 60 Hektar im Département Loir-et-Cher und hauptsächlich in der Appellation Cour-Cheverny kultiviert, wo sie im Laufe der Zeit die ikonische Rebsorte Sauvignon Blanc ersetzt hat. Romorantin-Weine werden insbesondere für ihre feinen Aromen von weißen Früchten, Blumen, Zitrusfrüchten und Honig geschätzt. Einige Jahre der Reifung verfeinern den emblematischen, runden Charakter.

Melon de Bourgogne

Die Rebsorte Melon de Bourgogne, die auch unter dem Namen Muscadet bekannt ist, stammt, wie Sie vielleicht vermuten, aus dem Burgund. Im Herzen des Pays Nantais, in der Region Muscadet, gedeiht sie am besten, was an dem frischen ozeanischen Klima und den kies- und lehmhaltigen Böden liegt. Melon de Bourgogne ist frostbeständig und zeichnet sich durch kleine gelbe Beeren aus, die nach der Vinifikation einen Hauch von grünen Früchten (Äpfel, Birnen) und Anis aufweisen. Einige Winzer verleihen dem Wein durch einen Ausbau auf der Hefe zusätzliche aromatische Komplexität und eine gewisse Cremigkeit. Die Weine passen gut zu Meeresfrüchteplatten und säurehaltigen Gerichten.

Cabernet Franc

Die zur Carmenet-Familie gehörende Rebsorte Cabernet Franc wurde von den Pilgern von Santiago de Compostella aus den spanischen Pyrenäen mitgebracht. Heute wird sie vor allem im Loire-Tal kultiviert und vinifiziert, insbesondere auf den lehm- und kalkhaltigen Böden (oder Tuffstein) von Bourgueil, Chinon und Saumur-Champigny. Die Rebsorte zeichnet sich durch ihre aromatische Feinheit aus, die von Noten roter Früchte (Himbeeren), Blumen (Veilchen), süßen Gewürzen sowie grüner Paprika geprägt ist, die, wenn sie zu präsent sind, auch als Zeichen mangelnder Reife gewertet werden können. Diese Weine sind besonders tanninarm und entwickeln sich schneller, sodass sie nicht so lange reifen müssen.

Pinot Noir

Pinot Noir ist eine früh austreibende Rebsorte, die winterresistent ist und am besten auf kalkhaltigen, sauren Böden gedeiht. Im Loire-Tal findet man sie daher vor allem in der Touraine und in Centre-Loire, wo sie den Ruf der Rotweine von Sancerre mitbegründet hat. Nach der Vinifikation zeigt sie eine blasse, schön rubinrote Farbe. Das aromatische Bukett zeichnet sich durch Noten von kleinen roten Früchten und Kirschen aus, die sich zu Aromen von Leder und Wild entwickeln. Durch seinen feinen und delikaten Körper lädt der Wein zum Genuss in der frühen Jugend ein, kann aber auch mit einem ausgezeichneten Reifepotenzial überraschen.

Gamay

Gamay ist zwar das Aushängeschild des Beaujolais, behauptet sich aber auch an der Loire, insbesondere im Vendômois und in Centre-Loire (Saint-Pourçain), im Anjou, in der Touraine sowie in der Auvergne. Die frühreife Rebsorte eignet sich für die Erzeugung von Rot- und Roséweinen und ist recht empfindlich gegenüber Frühjahrsfrösten. Da Gamay hohe Erträge liefert, müssen die Reben sorgfältig kultiviert werden, um den Fokus auf die Qualität und nicht die Quantität zu legen. Gamay-Weine werden für ihre Frische, ihre Geschmeidigkeit und intensive Frucht geschätzt.

Angepasste Vinifikationsmethoden

Um die frische und delikate Identität dieses nördlichen Terroirs zu bewahren, werden die Weine sorgfältig vinifiziert, wobei zu starke Extraktionen und ein intensiver Ausbau im Holz vermieden werden. Neue Fässer werden daher nur selten verwendet, stattdessen werden inerte Behälter (Edelstahltanks oder sogar Amphoren) bevorzugt und die Ausbauzeit begrenzt. Die meisten Weine sind bereits in ihrer Jugend bemerkenswert, haben aber auch ein ausgezeichnetes Reifepotenzial!

Die Unterregionen des Loire-Tals und ihre Klimaverhältnisse

Offensichtlich können nicht alle Rebsorten auf jedem Terroir gedeihen. Während Chenin in Vouvray eine seltene Qualität zum Ausdruck bringt, überrascht Pinot Noir in Sancerre beispielsweise mit der Reinheit seiner Frucht. Jede Rebsorte entfaltet ihre besten Eigenschaften abhängig vom Boden, auf dem sie kultiviert wird. Und dieser variiert im Loire-Tal. Das riesige Weinanbaugebiet lässt sich im Wesentlichen in fünf Unterregionen teilen (von Süden nach Nordosten): Auvergne, Centre, Touraine, Anjou-Saumur und Pays Nantais. Es überrascht nicht, dass dieses weite Gebiet eine einzigartige Vielfalt an Böden und Unterböden bietet. Kommen wir zur Quelle der Loire, die sich in der Auvergne befindet. Auf einigen der ältesten Granithügel des Zentralmassivs findet man noch einige Rebstöcke (hauptsächlich Gamay) vor, und es gibt einige Enthusiasten, die sich für die Wiedergeburt der Weinbaukultur in diesem Gebiet einsetzen. Manchmal mit großem Erfolg. Weiter nördlich, in Centre-Loire, gibt es überwiegend kalk- und lehmhaltige Untergründe – ideale Bedingungen für Sauvignon Blanc. Die Ausprägung dieser Rebsorte hängt jedoch vom Vorhandensein von Böden aus kiesigem Lehm, Kalkböden (den sogenannten "Caillottes") und weißer Erde (den sogenannten Terres Blanches) ab. Die Touraine und Anjou-Saumur sind geprägt von vielen kleinen Tälern und dem fast allgegenwärtigen Tuffstein, dem für die Region charakteristischen Kalkstein, aus dem übrigens auch die prächtigen Keller und endlosen Galerien, die als Lagerräume dienen, ausgehöhlt wurden. Chenin Blanc kann hier wunderbar gedeihen, wie auch Cabernet Franc, und offenbart eine fast kristalline Feinheit. Das Pays Nantais, das sich langsam aber sicher zu einem starken Erzeuger entwickelt, ruht auf einem tausendjährigen Sockel des Armorikanischen Massivs und zeichnet sich durch sedimentäre, metamorphe (das heißt durch Hitze und Druck in ihrer Struktur veränderte) oder eruptive Böden aus... Dadurch ist das Gebiet ideal für die Kultivierung von Muscadet, auch Melon de Bourgogne genannt, geeignet. So unterschiedlich die Böden und Untergründe im Loire-Tal sind, so sehr variiert auch das Klima! Im Großen und Ganzen ist es gemäßigt, ozeanisch und kontinental. Aber lassen Sie uns einen näheren Blick auf die Klimaverhältnisse werfen: In der Auvergne herrschen gebirgige Bedingungen mit strengen Wintern und warmen Sommern. In Centre-Loire herrscht ein semikontinentales Klima mit zahlreichen Mikroklimazonen. Das semikontientale Klima ist ein maritimes Klima, das sich durch heiße Sommer und schneereiche oder sogar eisige Winter auszeichnet, während das ozeanische Klima milde, feuchte Winter und erfrischende Sommer mit sich bringt und in den Subregionen Touraine, Anjou-Saumur und Pays Nantais vorherrscht. Zwischen den drei letztgenannten Regionen bestehen jedoch Unterschiede: Die Touraine profitiert von semikontinentalen Einflüssen und Anjou-Saumur von feuchten Winden.

Die négociants und Weingüter

Eines ist sicher: Das Loire-Tal ähnelt in seiner Organisation eher dem Burgund als dem Bordelais, ohne jedoch den gleichen Ruf und die gleichen Preise zu haben! Das Loire-Tal ist eine unerschöpfliche Quelle für gute und erschwingliche Weine und beherbergt 7000 bedeutende und sehr zurückhaltend arbeitende Weingüter sowie 1000 négociants, die für mehr als 50 % des regionalen Weinabsatzes verantwortlich sind und eine wichtige Rolle in Gebieten wie Muscadet spielen. Außerdem gibt es 24 Genossenschaftskellereien.

Das große Aufkommen von biologischen, biodynamischen und Naturweinen

Das Loire-Tal ist ein sehr populäres Gebiet und eine wahre Fundgrube für jeden Weinliebhaber, der auf der Suche nach neuen, naturbelassenen Weinen ist, aber auch für Winzer, die solche Weine erzeugen möchten. Die Terroirs sind hier – derzeit noch – weniger kostspielig als in anderen nördlichen Regionen, was neue, meist junge Winzer mit Umweltbewusstsein anzieht. Trotz gewisser klimabedingter Einschränkungen ist der biologische Anbau auf dem Vormarsch, bis hin zum biodynamischen Anbau – angeführt wird diese Bewegung von keinem geringeren als Nicolas Joly von der Domaine La Coulée de Serrant in Savennières – und der naturnahen Vinifikation. Bisher vernachlässigte Appellationen wie Muscadet erwachen in letzter Zeit wieder zum Leben. Diese Region ist in vielerlei Hinsicht auf dem Vormarsch und hat eine vielversprechende Zukunft vor sich, da eine jüngere Generation von Verbrauchern auf der Suche nach Weinen ist, die wenig Intervention erfordern und naturbelassen, rein, geschmeidig und leicht sind sowie einfach, ohne viel Schnickschnack, zu leichten Gerichten als Aperitif serviert werden können.